Ob Christiane F., die Eltern süchtiger Kinder, oder ihre eigene Lebensgeschichte: Die Autorin Sonja Vukovic setzt literarisch bewegende Facetten einer Krankheit zusammen, von der immer noch viele denken, sie sei eine Entscheidung.

Ausgekotzt – Ein Leben nach Missbrauch und Bulimie

In Deutschland leiden immer mehr Mädchen und Jungen in immer jüngeren Jahren an Essstörungen. Eine davon war Sonja Vukovic, sie litt dreizehn Jahre an Anorexie und Bulimie. Bis sie sich endlich traute, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Mit ihrer eigenen Geschichte offenbart die heute Einunddreißigjährige schonungslos die Schrecken einer Essstörung, die sie fast ihr Leben gekostet hätte. Immer auf der Grenze zwischen Rausch und Krankheit führt Vukovic uns tief in ein Unheil hinein, in das jeder von uns stürzen könnte – und zeigt, wie sie es in ein gesundes und glückliches Leben schaffte.

Spiegel-Bestseller: Christiane F. – Mein zweites Leben

Das Schicksal der damals 14-jährigen, drogenabhängigen Prostituierten Christiane F. aus ‚Wir Kinder vom Bahnhof Zoo‘ ging um die Welt. Generationen sind mit der Geschichte und dem Mythos Christiane F. aufgewachsen. Aber wie ging es weiter? 35 Jahre später erzählt Christiane Felscherinow ihr ganzes Leben. Eine Geschichte von Hoffnung und Hölle – glücklichen Jahren in Griechenland, Überlebenskampf im Frauenknast, Abenteuern unter Rock-Idolen, Literatur-Stars und Drogenhändlern – und der Kampf, trotz aller Rauschgift-Exzesse eine gute Mutter für ihr Kind zu sein. Gemeinsam mit der Journalistin Sonja Vukovic hat sie nun ihr Leben rekapituliert. Das Ergebnis ist eine erschütternde, aber auch hoffnungsvolle Autobiografie. Eine Begegnung mit einer Gesellschaft, die den Rausch auslebt, aber den Süchtigen verachtet. Die Vollendung einer Geschichte, die das Lebensgefühl von Generationen prägte – und damit auch ein Dokument deutscher Zeitgeschichte.

Sie widmen Ihr Leben als Autorin dem Thema Sucht.

Eigentlich hatte Sonja Vukovic nur einen Artikel schreiben wollen. Oder besser: Sollen. Mit Blick auf den Abschluss ihrer Ausbildung zur Redakteurin an der Axel Springer Akademie hatte man ihr 2010 aufgetragen, für die Zeitung Die Welt „irgendeine Investigativgeschichte zu recherchieren“, also eine, die so relevante Neuigkeiten offenbarte, dass andere Medien dann auch darüber berichten würden. Keine einfache Aufgabe. Wie und warum Vukovic dann auf die Idee kam, dem nachzugehen, was mehr als 30 Jahre nach dem gleichnamigen Buch aus Christiane F., dem einstigen „Kind vom Bahnhof Zoo“ geworden war; wieso die heroinsüchtige, frühere Kinderprostituierte sich ausgerechnet auf die damals erst 25-jährige Volontärin einlies; und was beide miteinander verbindet, das sollte sich erst mehrere Jahre danach herausstellen.

Buchtrailer „Gegessen“

Statt eines Artikels erschien 2013 basierend auf fast 400 Interviewstunden das Buch „Christiane F. – Mein zweites Leben“ – und wurde ein internationale Bestseller. Ein Buch, das nicht nur die Biografie des weltweit wohl berühmtesten Junkies ist, sondern unter anderen auch den Fragen nachgeht, welche reellen Chancen jemand, der für seine Sucht weltweit zu Ruhm kam, überhaupt auf ein normales Leben hat. Und warum sich eigentlich so viele Menschen rund um den Globus mit der tragischen Antiheldin identifizieren – auch, wenn sie keine Drogen nehmen.

Letzteres ging Sonja schließlich genauso. Drei Jahre nach diesem ersten Buch offenbarte die Autorin: „Auch ich war süchtig. Ich litt 13 Jahre an Magersucht und Bulimie“. Mit ihrer Autobiografie „Gegessen“ tritt sie aus ihrem eigenen Schatten und beschreibt erschütternd ehrlich über die Schrecken einer Krankheit, die sie fast das Leben gekostet hätte. Aber vor allem auch, wie und warum sie es zurück in ein gesundes, glückliches Leben schaffte.

Lesermeinungen

„Es gibt viele Bücher zu diesem Thema, aber kaum eins, das so differenziert davon erzählt“

– sagte Markus Lanz über „Gegessen“ in der Sendung vom 25. Oktober 2016.“

„Das Buch ist einfach Top! Ich lese normalerweise keine Bücher, aber dieses Buch verlangt nach mehr. Ich kann es nur jedem empfehlen zu lesen, denn es kostet sehr viel Überwindung, so viele intime Details aus seiner Vergangenheit preis zu geben.“

– Bewertung auf Amazon

emotional, fesselnd, mutmachend! Dieses Buch erzählt auf emotionaler und schonungsloser Weise den Weg zur und aus der Anorexie.
Es ist spannend zu lesen welche Höhen und Tiefen die Autorin durchlebte aber dennoch nach Jahren des Kampfes gegen sich selbst ein erfülltes und erfolgreiches Leben aufbaute. Hut ab!
Mutmachend für alle, die auch an Anorexie leiden, nicht aufzugeben.

– Bewertung auf Amazon

Großen Respekt vor so viel Ehrlichkeit! Ganz großen Respekt an die Autorin für so viel Mut über ihr Leben zu schreiben! Das Buch ist fesselnd und zeigt das man nicht in der Rolle als ewiges Opfer gefangen ist sondern einen Weg finden kann abzuschließen und ein glückliches Leben leben kann!

– Bewertung auf Amazon