Als Autorin hat Sonja Vukovic viele Jahre lang die Geschichten anderer erzählt – die von persönlichen Krisen und sozialen Kämpfen, von gewagten Träumen und unmöglichen Tragödien, die vom großem Ruhm und endlosem Rausch.
Auf der Bühne kombiniert sie ihre eigene, unglaubliche Geschichte mit validen Fakten und mutigen Thesen

 

Ach ja, und: eine Tochter hat sie auch. Die nimmt sie mit auf ihre Reisen, verspricht ihr Halt, wenn sie ihn braucht, und lässt los, wenn die Dreijährige meint: „Ich kann’s“

Derzeit arbeitet Vukovic an ihrem vierten Buch, sie studiert in Berlin auf Grundschullehramt und ist als Speakerin der „F. Foundation – für Suchtprävention und Aufklärung“ aktiv. Sie liest, erzählt und diskutiert unter anderem in Justizvollzugsanstalten, Schulen, auf Panels, im Radio und TV. Außerdem leitet sie eigene präventive Workshops an Schulen: „WWWerkstatt“ und „Diggikids“ für Medienkompetenz- und Aufklärung, und führt durch spannende Workshops und Vorträge zu den Themen Sucht, Angst und Wege zur Selbstbestimmung.

Sonja Vukovics Geschichten sind wie ein Schrei, der Menschen einen Stimme gibt, die sonst keine Lobby haben – sie berühren tief, wecken auf und geben Hoffnung!

Außer Kontrolle – Unsere Kinder, ihre Süchte – und was wir dagegen tun können

Was, wenn Dein Kind sich systematisch selbst zerstört?

Diese Frage stellte sich Bestsellerautorin Sonja Vukovic (32), als sie vor zwei Jahren ihr erstes Kind zur Welt brachte. Erst nach der Geburt ihrer Tochter verstand sie, was ihre eigene Mutter wohl mit ihr hatte durchmachen, welch tiefen Schmerz sie erleben, und mit wie viel Scham und Schuldgefühl sie wohl hatte kämpfen müssen – denn Sonja Vukovic litt selbst 13 Jahre an Bulimie und Anorexie. Ihre Kranken- wurde zur Heilungsgeschichte, die die Berlinerin 2016 mit ihrer Autobiografie „Gegessen – wer schön sein will muss leiden, sagt der Schmerz“ veröffentlichte. „Man kann es schaffen“, war die mutmachende Botschaft dieses Buchs. Doch was, wenn man es gar nicht in der Hand hat? Was, wenn nicht man selbst, sondern das eigene Kind an einer totbringenden Abhängigkeit leidet? Mit „Außer Kontrolle“ liefert Vukovic sieben aufrüttelnde Porträts von Eltern, die ein Kind an eine Sucht verloren haben – einige Geschichten fanden ein glückliches Ende. Andere endeten in der Katastrophe.

ANSATZ: Viele Eltern fühlen sich gefordert und ratlos: Das Internet nimmt immer mehr Raum im Leben ihres Kindes ein, Kiffen und sogar Essstörungen scheinen heutzutage ganz normal zu sein, Alkohol ab 13 kein Grund mehr, sich aufzuregen. Aber was ist noch liberal, was fahrlässig? Wie viel Autorität muss sein? Welche Verbote machen es schlimmer? In ihren Fallgeschichten lässt Vukovic Menschen zu Wort kommen, die keine Lobby haben und fast nirgendwo Gehör finden: Väter und Mütter suchtkranker Kinder. Sie zeigt das Leid der Familien – und wie sie heilen.

ZITATE der Eltern aus „Außer Kontrolle“:

Ich habe sie dann ein paar Tage später vormittags aus der Klasse geholt, sie ins Auto verfrachtet, die Türen verriegelt und sie am Flughafen in einen Flieger nach Zypern gesetzt.

Direkt aus dem Unterricht in ein neues Leben.

Dann bin ich nach Hause und habe tagelang geweint.

Ich fühlte mich schrecklich hilflos, weil einfach niemand an ihn rankam. Am aller wenigsten ich. Ich sah, wie es mit ihm immer mehr bergab ging – und konnte scheinbar so wenig machen.

Laslo wurde immer dünner und blasser. Und er stank. Aus seinem Zimmer stank es. All mein Reden, mein Schimpfen, meine Sorgen verhallten. Laslo sperrte mich aus seinem Leben aus.

Eines Tages, als ich sein Zimmer betrat, um doch noch mal ein Gespräch zu suchen, bekam ich einen regelrechten Schock: Die Teller und Tassen türmten sich, er verließ den PC nicht einmal mehr, um Geschirr wegzuräumen. Es gab sogar Essensreste mit Schimmel, auf dem Tisch, auf dem Boden, im Abfalleimer. Aber am schlimmsten war sein Anblick.

Ich wusste, was sie macht, bringt sie um.

Die absolute Hilflosigkeit hat mich immer härter werden lassen. So, wie ein Schutzpanzer, der immer härter werden muss, weil er die vielen Einschläge einfach nicht mehr erträgt.

Ich habe ständig darüber gesprochen, dass Lea sich mit den Drogen umbringt, denn nichts Anderes bedeutet es ja. Aber selbst, als ich in dieser Nacht neben ihrem Krankenbett auf der Intensivstation stand und sie an Geräte angeschlossen daliegen sah, habe ich nicht daran gedacht, dass sie wirklich sterben könnte. Selbst nicht als die Ärzte sagten: „Die Chancen stehen nicht gut!“

Wie sehr wünsche ich mir, dass ich als Mutter noch einmal eine Chance bekommen hätte, alles besser zu machen. Ich, mit meinem Verhalten ihr gegenüber. Und die Lehren, die ich draus gezogen habe.

Wir sind alle Opfer und Täter – Das hat mir unheimlich geholfen, als mein Sohn das zum ersten Mal zu mir sagte. Denn ich gebe mir an allem die Schuld. Dabei auch zu bedenken, dass auch ich ein Opfer bin, dass wir Vieles einfach selbst nie gelernt und manches dann ungewollt weitergeben haben, das hat mir sehr geholfen.

Ich wollte ihn einweisen. Ich dachte, der dreht komplett durch. Er ist eine Gefahr für sich und für andere. Oft verdächtigte ich sie, dass sie wieder was genommen hat, manchmal sicher auch zu unrecht. Und wenn sie dann doch wieder beichtete, dann hat mir diese Gewissheit das letzte bisschen Hoffnung geraubt, dass mein Kind noch zu retten war.

Es stimmt schon, ich habe oft gedacht: Nur einer von uns beiden überlebt das alles. Und dann: Ich will nicht diese Überlebende sein.

Ich glaube ganz fest daran, dass man auch Menschen, die man liebt, nicht zu ihrem Glück zwingen kann. Dass man an einem bestimmten Punkt loslassen muss.

Sicher, als Eltern meint man, man sitze am längeren Hebel. Wenn es zu viel wird, nimmt man einfach die Batterien aus dem Gameboy oder zieht den PC-Stecker raus und droht: „Wenn du nicht aufhörst, bekommst du dein Taschengeld gestrichen.“

Aber das ist leicht gesagt.

gegessen – Wer schön sein will, muss leiden, sagt der Schmerz

In Deutschland leiden immer mehr Mädchen und Jungen in immer jüngeren Jahren an Essstörungen. Eine davon war Sonja Vukovic, sie litt dreizehn Jahre an Anorexie und Bulimie. Bis sie sich endlich traute, sich ihrer Vergangenheit zu stellen. Mit ihrer eigenen Geschichte offenbart die heute Einunddreißigjährige schonungslos die Schrecken einer Essstörung, die sie fast ihr Leben gekostet hätte. Immer auf der Grenze zwischen Rausch und Krankheit führt Vukovic uns tief in ein Unheil hinein, in das jeder von uns stürzen könnte – und zeigt, wie sie es in ein gesundes und glückliches Leben schaffte.

Spiegel-Bestseller: Christiane F. – Mein zweites Leben

Das Schicksal der damals 14-jährigen, drogenabhängigen Prostituierten Christiane F. aus ‚Wir Kinder vom Bahnhof Zoo‘ ging um die Welt. Generationen sind mit der Geschichte und dem Mythos Christiane F. aufgewachsen. Aber wie ging es weiter? 35 Jahre später erzählt Christiane Felscherinow ihr ganzes Leben. Eine Geschichte von Hoffnung und Hölle – glücklichen Jahren in Griechenland, Überlebenskampf im Frauenknast, Abenteuern unter Rock-Idolen, Literatur-Stars und Drogenhändlern – und der Kampf, trotz aller Rauschgift-Exzesse eine gute Mutter für ihr Kind zu sein. Gemeinsam mit der Journalistin Sonja Vukovic hat sie nun ihr Leben rekapituliert. Das Ergebnis ist eine erschütternde, aber auch hoffnungsvolle Autobiografie. Eine Begegnung mit einer Gesellschaft, die den Rausch auslebt, aber den Süchtigen verachtet. Die Vollendung einer Geschichte, die das Lebensgefühl von Generationen prägte – und damit auch ein Dokument deutscher Zeitgeschichte.

Sie widmen Ihr Leben als Autorin dem Thema Sucht.

Eigentlich hatte Sonja Vukovic nur einen Artikel schreiben wollen. Oder besser: Sollen. Mit Blick auf den Abschluss ihrer Ausbildung zur Redakteurin an der Axel Springer Akademie hatte man ihr 2010 aufgetragen, für die Zeitung Die Welt „irgendeine Investigativgeschichte zu recherchieren“, also eine, die so relevante Neuigkeiten offenbarte, dass andere Medien dann auch darüber berichten würden. Keine einfache Aufgabe. Wie und warum Vukovic dann auf die Idee kam, dem nachzugehen, was mehr als 30 Jahre nach dem gleichnamigen Buch aus Christiane F., dem einstigen „Kind vom Bahnhof Zoo“ geworden war; wieso die heroinsüchtige, frühere Kinderprostituierte sich ausgerechnet auf die damals erst 25-jährige Volontärin einlies; und was beide miteinander verbindet, das sollte sich erst mehrere Jahre danach herausstellen.

Buchtrailer „Gegessen“

Statt eines Artikels erschien 2013 basierend auf fast 400 Interviewstunden das Buch „Christiane F. – Mein zweites Leben“ – und wurde ein internationale Bestseller. Ein Buch, das nicht nur die Biografie des weltweit wohl berühmtesten Junkies ist, sondern unter anderen auch den Fragen nachgeht, welche reellen Chancen jemand, der für seine Sucht weltweit zu Ruhm kam, überhaupt auf ein normales Leben hat. Und warum sich eigentlich so viele Menschen rund um den Globus mit der tragischen Antiheldin identifizieren – auch, wenn sie keine Drogen nehmen.

Letzteres ging Sonja schließlich genauso. Drei Jahre nach diesem ersten Buch offenbarte die Autorin: „Auch ich war süchtig. Ich litt 13 Jahre an Magersucht und Bulimie“. Mit ihrer Autobiografie „Gegessen“ tritt sie aus ihrem eigenen Schatten und beschreibt erschütternd ehrlich über die Schrecken einer Krankheit, die sie fast das Leben gekostet hätte. Aber vor allem auch, wie und warum sie es zurück in ein gesundes, glückliches Leben schaffte.

Lesermeinungen

„Es gibt viele Bücher zu diesem Thema, aber kaum eins, das so differenziert davon erzählt“

– sagte Markus Lanz über „Gegessen“ in der Sendung vom 25. Oktober 2016.“

„Das Buch ist einfach Top! Ich lese normalerweise keine Bücher, aber dieses Buch verlangt nach mehr. Ich kann es nur jedem empfehlen zu lesen, denn es kostet sehr viel Überwindung, so viele intime Details aus seiner Vergangenheit preis zu geben.“

– Bewertung auf Amazon

emotional, fesselnd, mutmachend! Dieses Buch erzählt auf emotionaler und schonungsloser Weise den Weg zur und aus der Anorexie.
Es ist spannend zu lesen welche Höhen und Tiefen die Autorin durchlebte aber dennoch nach Jahren des Kampfes gegen sich selbst ein erfülltes und erfolgreiches Leben aufbaute. Hut ab!
Mutmachend für alle, die auch an Anorexie leiden, nicht aufzugeben.

– Bewertung auf Amazon

Großen Respekt vor so viel Ehrlichkeit! Ganz großen Respekt an die Autorin für so viel Mut über ihr Leben zu schreiben! Das Buch ist fesselnd und zeigt das man nicht in der Rolle als ewiges Opfer gefangen ist sondern einen Weg finden kann abzuschließen und ein glückliches Leben leben kann!

– Bewertung auf Amazon

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